Rezensionen
Reinhild Paarmann
Autorin
 
 Cover vergrößern ...Cover vergrößern ...Rezension zu "Die Nacht der Kornblumen"
Mellrichstadt: Turmhut-Verlag 2004.

1. Von Aldona Gustas (Malerpoetin): "… ein schönes gelungenes Buch. Auch die Illustrationen von Marianne Großmann möchte ich im Band nicht missen. Ich fand für mich als Leseratte genug Genuss an Deinen Gedichten."

2. Von Ingeborg Görler (Schriftstellerin): "...in dem ich mit Freude geblättert habe. Es ist ein schönes Ganzes, in dem man da liest! Ihr großes Thema und seine oft subtilen, phantasievollen - bis ins Phantastische - Variationen nehmen den Leser auf und Bekanntes überraschend und neu erscheinen." 7.7.2004

3. Von Hans J. Eisel: "Die Autorin legt mit "Nacht der Kornblumen" einen wunderschönen Gedichtsband vor, illustriert von Marianne Großmann. Ganz nebenbei widerlegt sie die Meinung, seit den Romantikern gäbe es über den Mond nichts Neues mehr zu dichten." 8.7.2003

4. Lyrikecke.de. Weg zum Buch. Buchtipp der Woche 2004-16 Vonni: Freunde von Haiku, Senryu & Haiku  aufgepasst! Hier kommt das Buch für Euch! Reinhild Paarmann ist hier ein ganz wunderbares Buch gelungen, das mit absoluter Sicherheit alle Freunde der japanischen Dichtkunst begeistern wird. Reinhild schafft es vortrefflich, die Stimmungsbilder in Worte zu fassen! Hut ab! Dessen nicht genug, wird das Buch durch zahlreiche Farb-Aquarelle von Marianne Großmann abgerundet! Wirklich ein sehr schönes Buch!


Cover vergrößern ...Cover vergrößern ...Rezension zu "Auf 128 Seiten durch die Welt".
Dresden: Verl. Die Scheune 2004.

1. Die Berliner Literaturkritik am 16.2.2005 über "Auf 128 Seiten durch die Welt": Die Autorin habe eine Einteilung  in 14 Kapitel gewählt, entsprechend 14 verschiedenen Ländern, von denen jedes mehrere Gedichte beinhaltet. Den Abschluss der "Reise" bildet ein weiteres Kapitel, welches eigens der Heimatstadt der Autorin – Berlin – gewidmet ist. Eines der Gedichte, die der Band beinhaltet, "Iran im Oktober "2002" biete nach den Worten Dr. Klaus Pemsels "in sehr einfallsreicher Weise eine Schöpfung. die in sprachlicher Hinsicht den Anforderungen gewachsen ist. In puncto Bildhaftigkeit tritt die poetische Kraft zur Gestaltung spürbar hervor."

2. "DIE BRÜCKE". Nr. 135. Januar-März 2005 über "Auf 128 Seiten durch die Welt:
"Orte treten in diesem Band als Gegenstände der poetischen Romantik, hinter denen Reinhild Paarmann Spur um Spur unterwegs ist. Die 1950 in Berlin geborene Lyrikerin veröffentlicht seit 1977 in Zeitschriften und Anthologien. Bisher erschienen von ihr die Bücher "Komm zwischen die Schmetterlingsflügel" und "Nacht der Kornblumen". In den Tropen eines Globetrotters liegt die poetische Kraft. In D-Land gestartet, geht die Reise in Versen über die Niederlande, Frankreich,  Österreich, Schweiz, England, Italien, Türkei, Iran, Indien, China, Tibet, USA, Nicaragua bis nach Berlin, wo die Autorin zu Hause ist, mit

Hackesche Höfe
Es riecht nach Gas im
Staubwind wo die Straßenbahn
rumpelt und Engel
beerdigt werden bei
dem aufgebenden Schmuckladen.

Zum letzten Mal die
Wintersonne auf den Chor
durch die Fenster der
Sophienkirche mit den
Bachklängen auf dem Friedhof.

Ein Kinderspielplatz
jetzt neben Rankes Grab und
dem Klangspiel am Zaun,
ein jüdisches Altersheim
stand mal bei dem Gedenkstein.

3. "My Way" 1. Halbjahr 2005: "Auf 128 Seiten durch die Welt":
Reinhild Paarmann, 1950 in Berlin geboren, seit 1977 Veröffentlichungen von Lyrik und Prosa in Zeitschriften und Anthologien, hat sich nicht nur in Berlin sondern anscheinend in der ganzen Welt "rumgetrieben" und ihre Eindrücke für diesen Gedichtband in bildreiche Worte gefasst. "Auf 128 Seiten durch die Welt" führt durch Deutschland, nach Frankreich, Österreich, die Schweiz, England, Italien, die Türkei, Iran, Indien, China, Tibet, Nordamerika und Nicaragua. Einfach unglaublich dieses Spektrum, man könnte fast an der Authentizität zweifeln. Doch wie in dem Text "Klimawandel" der drohende Untergang Amsterdams in den Fluten der Nordsee beschrieben wird, das spricht von glaubhaft-echtem Erleben!


Cover vergrößern ...Cover vergrößern ...Rezension zu "Weg der Seelen". 
Berlin: Trafo Verlag 2006. 278 S. ISBN 3-89626-281-5

1. 21. Juli 2006 Walter Lobenstein, Hrsg. der Literaturzeitschrift "wegwarten", Hannover
"Um es ganz am Anfang zu sagen: Sie haben mir mit Ihrem Buch ein großartiges Leseerlebnis beschert! Ihnen ist es gelungen, von der ersten bis zur letzten Seite Spannung zu erzeugen. Gute Schlussgedanken übrigens. Große Bewunderung zu Ihrer Detailgenauigkeit. Ich kann Ihren Arbeitsaufwand ermessen, den Sie geleistet haben, um alles zusammenzutragen. Welche weiten Bogen haben Sie gespannt! Das gilt für die Orte und Räume der Geschehnisse, für die überwundenen Zeiten und für die schillernden Erlebnis-Welt."

2. Die Berliner Literaturkritik, 20.04.2006
BERLIN (BLK) - Der Titel des neuen Romans von Reinhild Paarmann, "Weg der Seelen", bezieht sich auf einen Weg außerhalb von Peking, der zu den Ming-Gräbern führt, teilt uns der Klappentext mit. Paarmanns Roman ist ein Buch, das die Absicht hat, den Leser auf eine Reise in die Welt der Seelenwanderung mitzunehmen. Die Protagonistin des Romans, Cecile, fragt sich eines Tages, warum sie eine so schlechte Beziehung zu ihrer Mutter hat. Die Antwort: Ihre Mutter hat sie in einem früheren Leben ermordet. Das erfährt Cecile aus einer Vision, die sie sehr erschüttert. Auch die Beziehung zu ihrem Vater ist nicht die allerbeste, und so geht sie auf virtuelle und reale Spurensuche in Vergangenheit und Gegenwart.

3. "DIE BRÜCKE". Nr. 142. Oktober-Dezember 2006: "Weg der Seelen"
Reinhild Paarmann, Jahrgang 1950, die seit 1977 in diversen Anthologien und Zeitschriften Lyrik und Prosa veröffentlicht, setzt ihre Eskalation in die Weite nach dem Band "Auf 128 Seiten durch die Welt" fort (siehe: DIE BRÜCKE Heft 135, 2005/1) und posiert auf dem "Weg zu den kaiserlichen Ming-Gräbern in Peking". Gemeint ist hier das Titelbild "Weg der Seelen", zu dessen Klappentext folgendes auffällt: "So gehen auch wir zu unseren Gräbern, aber die Seelen kehren in einen neuen Körper zurück, jedenfalls glauben dies die Chinesen" Ob die Autorin auf einem Gelände der Alienation zwischen Exotik und Esoterik promeniert, lässt sich an dieser Stelle nicht illustrativ festhalten. Sie demonstriert in der Person ihrer 1620 geborenen Heldin Cecile das Vorkommen der Inkarnation, die einmal in China abspielt. Paarmann verschafft einen Überblick über die Abläufe: "Cecile fragt sich eines Tages, warum sie eine so schlechte Beziehung zu ihrer Mutter hat. Dies erklärt sich nicht nur aus dem jetzigen Leben. Plötzlich hat sie eine Vision, die sie stark erschüttert. Sie sieht, dass ihre Mutter sie in einem früheren Leben ermordet hat". Ob literarische Fiktion oder spiritueller Standpunkt bei der Konfrontation mit dem Realen – die Leser müssen nicht an Inkarnation glauben, erhofft die Autorin, um den "Weg der Seelen" zu lesen.

4. "Rabenflug". Nr. 30.Oktober 2006: "Weg der Seelen"
Weg der Seelen heißt außerhalb von Peking, der zu den Ming-Gräbern führt – die Chinesen gehen zu den Gräbern, die Seelen kehren in einen neuen Körper zurück: dies glauben die Chinesen offenbar. Eine der Inkarnationen von Cécile, der "Heldin" des Romans, spielt in China., Cécile fragt sich eines Tages, warum sied eine so schlechte Beziehung zu ihrer Mutter hat. Dies erklärt sich nicht nur aus dem gegenwärtigen Leben. Aber auch zu ihren Vater hat sie ein zwiespältiges Verhältnis. Sie geht auf Spurensuche und erfährt durch Träume von früheren Leben und reist an Orte, die sie geträumt hat, um die Richtigkeit der Träume zu überprüfen. Um den Roman zu lesen, muss man nicht an Seelenwanderung glauben; ausgenommen es gibt sie? Oder es wäre eine literarische Fiktion! Einfach mit Cécile verreisen an Orte, die man kennen lernen möchte: "... Sie haben mir mit ihrem Buch ein großartiges Leseerlebnis beschert. Ihnen ist es gelungen, von der ersten bis zur letzten Seite Spannung zu erzeugen ... Große Bewunderung zu ihrer Detailgenauigkeit. Ich kann Ihren Arbeitsaufwand ermessen, den Sie geleistet haben, um alles zusammenzutragen. Welchen weiten Bogen haben Sie gespannt! Das gilt für die Orte und Räume der Geschehnisse, für die überwundenen Zeiten...Sie haben die Gabe einer deutlichen und deutenden Beschreibung. Die Zahl der Inkarnationen ... 40 nachgeprüfte und 55 geträumte, wirkt für mich phantastisch, unwirklich. Was die Seelenwanderung angeht, so glaube ich nicht daran. Dennoch habe ich ihr Buch gern gelesen. Es war geraume Zeit neben mir..." (Walter Lobenstein). Wer sich für Inkarnationen, für eine bestimmte Zeit der Vergangenheit interessiert, lässt sich mit "Weg der Seelen" auf ein Leseerlebnis ein.

5. "Das Dosierte Leben" Nr. 56. 2006 / Reh-Zensionen: "Weg der Seelen".
Frau Paarmann ist Autorin des "Dosierten Lebens" (Hauptmagazin). Reinhild Paarmann, Jahrgang 1950 ist auf dem Titelbild zu den kaiserlichen Ming-Gräbern in Peking zu sehen. 1620 wurde die Hauptfigur Cecile geboren. In dem Mehr-Ebenen-Aufbau geht es um Inkarnation, an die der Rezensent nicht glaubt. So speist sich die Lesefreude, die dieses Buch bietet, in der Goutierung des Fantastischen, das allerdings sprachlich fein konturiert ist und mit exakten atmosphärischen und örtlichen Beschreibungen aufwartet. Die lineare kausale Verbindung zwischen den Beziehungen zu ihren Eltern und und ihren Phantasien mutet dramatisch an. Der Tipp ist also, den Realismus zu dimmen und solchermaßen eingestellt das Buch zum weißen Tee zu genießen.


Auszug aus einer Manuskriptprüfung
Cover vergrößern ...Cover vergrößern ..."99 Gedichte Aufbruch". Stolzalpe: Wolfgang Hager Verlag 2007
"In den Gedichten von Frau Paarmann zeigt sich ihr tatsächliches Können. Mit wenigen Worten eröffnet sie weite Assoziationsfelder zu unterschiedlichen Thematiken. Ihre an der konkreten Poesie in der Nachfolge Erich Frieds (zumindest die besseren) geschulten Gedichte setzen sich zum Teil sehr kritisch mit der jüngsten Gegenwart auseinander (Teil 1. Krieg und Frieden). [...] Der zweite Teil (Ausstellungen, Bilder, Plastiken) zeigt noch einmal verstärkt ihr Können. Hier dominiert (und gelingt in großen Teilen) der künstlerische Anspruch, Bilder und Plastiken in ein anderes Medium, das des Wortes, zu überführen und gleichzeitig eine neue Interpretation zu liefern. Insgesamt ist sie in ihrer Lyrik stilsicher, d.h. sie kann mit modernen Formen spielen und findet immer wieder neue Ausdrucksmöglichkeiten um ihren kritischen und künstlerischen Intentionen Raum zu geben."
Gregor Ohlerich, autorInnenberatung. Berlin

Rezension zu: 99 Gedichte Aufbruch
Stolzalpe: Wolfgang Hager Verlag 2007

1. "Ich habe Ihre Gedichte gelesen. Sie übermitteln eindrückliche lyrische  Bilder !!"
Besonders "Nîmes". Ein großes Lob zu "Washington". Sie haben erkannt,
was es mit Amerikas  Mächtigkeit und Großartigkeit auf sich hat"...
Walter Lobenstein, "Wegwarten", eine literarische Zeitschrift für Einzelne

2. Lyrikecke.de. Buch der Woche – 11/2008
Die Werke in diesem Buch sind sprachlich sehr gut gelungen. Insbesondere die Natur-Beschreibungen habe ich sehr gern gelesen. Für Freunde der Haiku- und Tanka-Kunst ist dieses Buch eine sehr schöne Empfehlung. ***Vonni***

3. Schreibfeder.de. - 01.06.2008
Ende 2007 legte Reinhild Paarmann im Wolfgang Hager Verlag ihren Gedichtband "99 Gedichte Aufbruch" vor. Viele Texte scheinen sich den Reisen der Autorin zu widmen und sind mit Städten, Landschaften oder Ländern betitelt (wie Kroatien, Neukölln, Lemurien u.a.) In anderen Bereichen öffnet sie einen Blick in künstlerischen Auseinandersetzungen wie mit Schostakowitsch, Parsifal oder einem javanische Konzert. Übergreifend sind Texte wie alle Bücherfreunde sie lieben können:
  In meinem Regal
  Blühen die Bücher in blau,
  rot, orange und gelb,
  sie duften nach neu oder
  alt in sinnlicher glatter Haut
  oder Rauleinen
  schütten ihr Wissen auf mich,
  eine Goldmarie,
  zu bestimmter Lebenszeit
  zärtlich Gedichte murmelnd.
Allerdings bleibt dieser schlichte Ton doch eher die Ausnahme im Band. Die meisten von Paarmanns Texten werden vor allem jene Leser erreichen, die sich für moderne Haiku oder Tanka interessieren. So:
  Schneeflocken räkeln
  sich auf dem Asphalt
  vom Winde gekitzelt.
Neben den klassischen Haiku- und Tanka-Formen dichtet Paarmann auch in Reihungen derselben oder anderen strengen Silbengebilden. Ein einziger Text macht sich davon frei.

4. "Das Dosierte Leben." Nr. 61.2008 / Reh-Zensionen: "99 Gedichte Aufbruch"
Sachte sensible Sentenzen: Stimmungen.
Über: Orte. Zustände. Welten. Betrachtungen. Sphären.
Der Blick aus dem Titelblatt geht aus einem Tor des Glastonbury-Berges.
Die Gedichte sind überwiegend in Haiku und Tanka geschrieben und fangen Atmosphären ein, aber auch Kontraste. So wird in "Neukölln II" die Idylle mit Angler und Mümmelhasen jäh zerstört, indem der Blick auf Urinpfützen gelenkt wird. Ungleich harmonischer St. Bauzille, ein kraftvoller Fünfzeiler, der Bilder in Dir entstehen lässt. Alles in allem: Tiefe, Tiefe, Tiefe!

5. "KULT." 27 / 08.
Eigenwillig allemal. „Die Gedichte sind meist in Haiku, Tanka oder Reihungen derselben sowie anderen Silbenformen geschrieben“– diese Information aus dem Nachwort erweist sich beim Durchblättern nicht unbedingt als nachvollziehbar oder hilfreich. Auch der Titel klinkt eher seltsam – seit wann wird da die Anzahl der Gedichte als Thema formuliert? Ansonsten hat der Band 5 Teile und steht angeblich unter dem Eindruck des Glastonbury-Bergers […]
Insgesamt sind die Texte allemal eigenwillig – und dadurch für den Lyrikfreak durchaus interessant zu lesen. Paarmann langweilt uns nicht mit vordergründigen Banalitäten – sie fordert vom Leser alle Phantasie und Geduld – etlichen Texten sollte man sich nur in meditativer Stimmung aussetzen.

6. LITTERA. Die Welt der Literatur. www.littera.info
Reinhild Paarmann. „99 Gedichte Aufbruch“
Wie der Titel schon verrät, liegt eine Sammlung von Lyriken vor, die sich mit dem Thema Reise und Aufbruch beschäftigt, mit äußeren und inneren Wahrnehmungen der Umgebung in ihrer rein körperlich-irdischen,aber auch abstrakten Gestalt. Laut dem Nachwort verkörpern sowohl das Bild auf dem Titel als auch das auf der Rückseite diese Dualität.- durch das erste Tor blickt man auf Orte und Zustände, die vorhanden sind, das nächste ermöglicht den Blick in das Imaginäre, in die Anderswelt.
So sind viele Gedichte auch Momentaufnahmen, die in schonungsloser Härte die Zustände in heruntergekommenen Viertel Berlins wie Neukölln enthüllen oder die nüchterne Vergänglichkeit eines ehemaligen Ferienortes wie Lindow-Banzendorf, während die Eindrücke von Lokalitäten in anderen Ländern ehe märchenhaft verträumt wirken und oftmals ein Was wäre wenn herauf beschwören, wie den Blick auf das Schloss der Madame Maintenon, die man jeden Augenblick zu erwarten scheint, das quirlige Kalifornien oder dem geschichtsträchtigen Chicago.
„Zustände“ greift kleine und größere Ereignisse aus dem Leben der Autorin auf, die sie niemals vergessen hat. „Welten“, Betrachtungen“ und „ Sphären“, lösen sich von dem Hier und jetzt. Sie entführen in die Welten der Imagination und frei fliegenden Gedanken, die Stimmungen und Visionen bar jeden direkten Bezug zu der Realität einfangen wollen.
Wie so oft sind Lyriken mehr als jede Erzählung Geschmackssache. Um sich in sie vertiefen zu können, muss man schon offen für die Texte sein, die einem ganz bestimmten Muster folgen und ihren Inhalt ganz anders als Prosa vermittlen. […]
So wirken manche Gedichte wie willkürlich auseinander gerissene Prosatexte, weil sie dem Leser durch Adjektive zu viele Eindrücke aufzwingen. Bei anderen ermöglichen die schmückenden Beiworte erst die Entfaltung der eigentlichen Stimmung. Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, welches Gedicht ihn berührt und welches nicht.
Reinhild Paarmann bietet in ihrer Sammlung jedenfalls deine große Auswahl unterschiedlicher Gedichte, die je nach Stimmung berühren oder stören, anziehen oder abstoßen können. Ihrem Anspruch Aufbruch und Bewegung zu beschreiben, wird sie aber gerecht.
Alles in allem ist „99 Gedichte Aufbruch“ eine sehr abwechslungsreiche Lyrik-Sammlung, die vor allem Freunden außergewöhnlicher Gedichte ansprechen wird.
18. Mai 2009 - Christel Scheja


Cover vergrößern ...Cover vergrößern ...Rezension zu "Der blaue Atlantisstein".
Stolzalpe: Wolfgang Hager Verlag 2008.

1. Slov ant Gali, fensterblick.over-blog.com, 27.11.2008
Sie möchten für normale Menschen gehalten werden? Dann bleiben Ihnen zwei Möglichkeiten: Entweder, Sie finden das Buch lauthals bescheuert, oder Sie bestreiten, es je in den Händen gehalten zu haben. Das erste, was Sie beim Erobern dieses Buches tun müssen, ist nämlich die Selbstbefreiung, was Sie bisher für eben diesen gesunden Menschenverstand und gesichertes Wissen um den Aufbau eines Buches gehalten haben. Man erzähle eine Geschichte von A nach B? R. P. darf das nicht. Sie erlaubt sich keinerlei Gestalten, die so in Phantasy-Geschichten auftauchen, keine Elfen, böse Drachen, Riesen usw.. Ihre Zauberinnen sind eigentlich die Frauen, die zu bestimmten Zeiten, an bestimmten Orten als „Zauberinnen“ gewirkt haben. Ihr Roman läse sich furchtbar anstrengend, wollte man jeweils das Davor und Danach bestimmen. Zeit und Raum sind nur eine mögliche Ordnungsmöglichkeit einer unendlichen Abfolge von Reinkarnationen und sich voraus oder zurück oder überhaupt anderswohin zu träumen. Eine konkrete Inkarnation begegnet dem ewig geliebten Du in immer neuer Gestalt an immer anderem Ort, wird das eine Mal vergewaltigt, bringt ein anderes Mal um. Es ist so egal: Man wird sich erneut begegnen. Manchmal erkennen sich die Zwei aus ihren Träumen heraus wieder, manchmal nicht, und so ist es eine der wenigen komischen Szenen, wie ein junger Türke in unserer Jetztzeit einer deutschen SIE erklärt, dass er sie doch seit Jahrtausenden liebt und ob sie sich nicht daran erinnern könne, wie das war auf der Venus und als sie Kinder miteinander hatten und ... das Mädchen dies für eine etwas spinnerte, aber immerhin originelle Anmache hielt und ihm eine Chance gab. Die Rollen der überirdisch Guten wie Bösen übernehmen Außerirdische, die zu verschiedenen Zeiten auf der Erde landen um so Verschiedenes mit den Menschen anzustellen.
Anfangs ärgerte ich mich noch darüber, dass die meisten Traumreisebilder kein Mitfühlen mit den jeweiligen Körpern erlaubte zu viel wird behauptet, gesetzt und sofort übergangen aber mit dem Lesen macht es wieder glücklich: So viele Schicksale hält kein einzelner Mensch aus. Vielleicht jene angehende Zauberin im alten Ägypten, die nach einem Tunnelgang im Sarg Geschichte träumt. Da schmeißt R. P. etwas Horror-Thrillerei in das Buchgericht. Neben vielen Typen, die nur behauptet werden, fallen R. P. Gestalten ein, die ein Douglas Adams gern auch noch gefunden hätte,vor allem, weil sie auf einem Amazonenstern herrschen und Machos zum Umerziehen bekommen und…Nein!!! Aufhören! Aus reiner Angst, dieses Buch könnte einmal im Leistungskurs Phantasie in der Schule eingesetzt werden, vermeide ich alles, um zu den Normalen gerechnet zu werden. Was es mit dem blauen Atlantisstein auf sich hat? Der taucht immer mal wieder auf und ausgerechnet im Heute muss er in einen sandinistischen Waschtrog geworfen werden, um die (Um-)Welt zu retten, wonach oder wobei die beiden Liebenden, die sich endlich erkannt hatten, erschossen werden, aber das ist ja so was von egal, wenn sie sich in einem nächsten Leben (oder vorher?) doch wieder begegnen... oder habe ich etwas durcheinandergebracht?

2.  „KULT“. 28 / 08.
Inkarnationsepisoden
Reinhild Paarmann, Der blaue Atlantisstein
(Wolfgang Hager Verlag,Stolzalpe 2008) 253 S.
Hier liegt ein recht kompliziertes Buch vor, zumindest erscheint der Stoff vielschichtig. Existenzen auf verschiedenen Planeten in mehreren Reinkarnationen – wir reisen durch Räume und Zeiten. Ein Geist spricht durch ein Medium zu Vanas, die auf der Venus lebt und den blauen Atlantisstein finden muß, um die Erde zu retten. Überdies will sie sich mit Sirach, der auf dem Sirius wohnt, treffen, wobei man sich irgendwie schon aus deren Inkarnationen kennt – was nicht unbedingt von Vorteil sein muß. Eine irrwitzige Konstellation: Virgilia sitzt bei ihrem Psychologen, den sie im Jahr 1303 in einer Inkarnation als Papst Bonifaz erstochen hatte. Als Belohnung hatte sie damals einen blauen Atlantisstein bekommen. Und so spinnt sich die Geschichte weiter durch Zeit, Raum, Realität und Traum. Die Dimensionen gleiten ineinander, man muß aufpassen, daß man als Leser nicht wirr im Kopf wird. Auf dem Weg der Traumanalyse werden die Inkarnationen abgearbeitet. Sirach und Vanas lieben sich – als man sich später auf der Erde trifft, weiß Sirach, der nun Aykut heißt, noch Bescheid. „Kannst du dich denn wirklich nicht an unsere Liebe erinnern? Ich komm vom Sirius und du von der Venus. Wir haben uns dieses Leben hier auf der Erde verabredet.“ Doch Vanas, die nun Virgilia heißt, lacht nur: „Das ist die merkwürdigste Anmache, die ich je erlebt habe.“ Schließlich reisen sie aber doch zusammen zu verschiedenen für sie wichtigen Orten. Paarmann führt uns mit kaum versiegender Phantasie durch zahlreiche Inkarnationen zwischen Antike und Kosmos. Während die „Erinnerungen“ und „Träume“ überborden, müssen Virgilia und Aykut noch rechtzeitig an den Nicaragua-See gelangen, um den Atlantisstein dort einer Frau in den Waschkorb zu werfen.
Wie das all das aus jahrhundertelangen Verschlungenheiten zu einem teils glücklichen, teils tragischen Ende kommt, muß man als Leser selbst geduldig durchverfolgen. Wer sich für Fantasy-Literatur interessiert und sich gern etwas esoterische Elemente gefallen läßt, dem könnte der vorliegende Roman gefallen. Denn er ist durchaus spannend geschrieben und verfolgt die Grundidee konsequent durch.
Eine Qualität der Autorin ist auch, dass sie zwar über Atlantis und die Liebe schreibt, aber dabei nicht abgleitet in Kitsch und Sentimentalität. Wenn man den Gedanken der Reinkarnation einmal quasi unreligiös als kosmische Existenzform gelten lässt, liest sich das Buch auch wie ein historischer Episodenroman.

3.  Walter Lobenstein, Herausgeber der Literaturzeitschrift
„Wegwarte“ am 4.1.2009
„Ich habe in Ihrem Buch immer wieder gern gelesen. Ich bewundere Ihre Phantasie, Ihren Einfallsreichtum!!! Geradezu atemberaubende Bilder und Geschehnisse breiten Sie da vor dem Lesenden aus. Sehr gut gefiel mir das 8. Kapitel. Auch Ihr Wissen um antike Vorgänge und Gestalten ist beeindruckend – und noch mehr, wie Sie diese in zeitlosen Zusammenhänge gebracht haben. So habe ich das 15. Kapitel mit besonderem Interesse gelesen. […] Glückwunsch zu diesem gelungenen Buch, dem ich viele Leser wünsche.“

4.  „DIE BRÜCKE.“ Nr. 150. Januar-März 2009. „Der blaue Atlantisstein“
Der Paarmann-Roman „Der blaue Atlantisstein“ spielt sich nicht auf dem blauen Planeten ab, sondern im Weltall. Also außergewöhnlich, wie man auch im Klappentext erfahren kann.
„Sirach, der auf dem Sirius wohnt, erblickt durch ein Fernrohr Vanas, die auf der Venus lebt und verliebt sich in sie. Zwar hat sie ihn einmal in einer früheren Inkarnation , als er Papst war, umgebracht, aber er kann sich auch an eine schöne Inkarnation mit ihr erinnern.
Vanas erhält von einem Geist, der über ein Medium zu ihr spricht, den Auftrag, die Erde zu retten. Vanas muss dazu den blauen Atlantisstein finden und darf Sirach nichts davon sagen. Er muss ihr vertrauen und mit ihr nach Nicaragua reisen, um den Stein im Nicaragua-See zu versenken, an der Stelle, an der eine Frau im Wasser an einem Waschtrog steht. Dort ist eine Zauberstelle, ein Fluss, der den Stein wieder in den Atlantik schwemmt, zurück zu seinem Ursprung, Atlantis. Damit ist die Erde gerettet.
Vanas hat ein Jahr Zeit, um die Aufgabe zu lösen. Sie nimmt den Auftrag an, um sich mit Sirach treffen zu können. Wird Vanas den blauen Atlantisstein entdecken? Wird sie Sirach finden?
Wird sie innerhalb eines Jahres die Aufgabe lösen? Sie trudelt durch verschiedene Leben, immer auf der Suche nach dem blauen Atlantisstein.“

5. „Am Zeitstrand.“ Literarischer Rundbrief Nr. 7. 2009
„Ich war Boxer - aber vielleicht willst Du ein Märchen hören?“: Reinhild Paarmanns Roman
Der blaue Atlantisstein
Eine Weltreise durch die Länder und Zeiten kann der Leser / die Leserin mit diesem Buch erleben. Allerdings ist die Erde bedroht, und nur Virgilia und Aykut können sie retten. „Yin und Yang-Kräfte müssen in Liebe zusammenfließen.“
Ein „Geist, nein, die Seele eines Außerirdischen“ bescheinigt Virgilia, bei ihrer psychischen Außeneindersetzung mit der Vergangenheit ihres früheren Lebens auf dem richtigen Weg zu sein und beauftragt sie, zusammen mit Aykut den blauen Atlantisstein zu suchen und nach Nicaragua zu bringen: Einserseits handelt es sich um einen tatsächliche Suche, andererseits um eine Suche in Träumen. […] Vieles geschieht in diesem Buch zwischen dem antiken Rom, der Welt der Außerirdischen und der Fahrt in einem klapprigen Reisebus nach Helgoland, in verschiedene andere Länder und zuletzt nach Nicaragua. Die Personen sind gekennzeichnet durch ihre verschiedenen Leben, die mehrfach ineinander übergehen. Durch dieses Hin-und Herspringen zwischen verschiedenen Ebenen wird allerdings eine psychologisch einsichtige Schilderung der Figuren untergraben. […] Manchmal meint man sich durch die verschienenen Ereignisse fast in eine Erzählung nach Art des „kleinen Prinzen“ von Saint-Exupery versetzt. Dies allerdings betrifft nur die sprunghaften Übergänge von einem „Planeten“ zum anderen – die Kapitel oder Abschnitte vermitteln hier keine spezifische Einsicht, stattdessen spinnt sich der Faden der Erzählung immer weiter. Selbst wo manchmal eine Schlußfolgerung aufftaucht, bleibt sie ungewiß. […] Im letzten Teil sind die Abschnitte teilweise mit genauen Datumsangaben (15.02.1990) ausgestattet. Virgilia und Aykut befinden sich in Nicaragua, allerdings ohne den blauen Atlantisstein und haben die Hoffnung auf ihr Rettungsvorhaben bereits verloren. […] Zuletzt erhalten sie von ihrer Gastgeberin doch noch den blauen Atlanstisstein an einer Kette, und schaffen es, die Welt (für’s erste), zu retten. Das Schlußwort des Romans gehört dann dem blauen Atlantisstein selbst und soll hier nicht verraten werden.
Joachim Hanke

6. „Das Dosierte Leben.“ Nr. 63.2008 / Reh-Zensionen: „Der blaue Atlantisstein“
Werbeslogan: „Fantasy im Realismus - ein neues Genre ist geboren“
Sirach, er wohnt auf Sirius; Vanas , sie lebt auf der Venus. Sie soll die Erde retten, indem sie den blauen Atlantisstein in Nicaragua in einem See and der Stelle versenkt, unter der Altantis lag. Reinhild Paarmann baut um diesen klassischen Fantasykontext einen spannenden Roman, der die Chance nutzt, die Jetztzeit und das irdische Diessteits mit ihren alltäglichen Banalitäten, Chaostismen und Drudeln mit in Szene zu setzten. So ist dies der einzige Fantasyroman, in dem CDU und SPD vorkommen und in dem im Woolworth eingekauft wird. Dies klingt aberwitzig, ist aber witzig. „Weiter flog Varga Ruhlas Seele durch die Zukunft-Zeiten“…Immer wieder kippt das Vexierbild zwischen mehreren Welten, ehe sich die Stränge so fest und stabil ineinander stimmig wie bei einem Tau in der Pointe auflösen.
Lesenswert !

7. Holger Münzer, Dozent für Rhetorik an der Universität der Künste Berlin
Rezension: Reinhild Paarmann: „Der blaue Atlantisstein“, 10.06.2009
Wenn Reinhild Paarmann ihr Werk schlicht als „Roman“ bezeichnet, so ist das untertrieben, sie setzt eine Kunstform ein, die man als „Fantasie-Roman“ bezeichnen könnte. Das ist kein fortlaufender Roman zwischen zwei Figuren, sondern mit unterschiedlichen Figuren und Situationen in unterschiedlichen Epochen, betrachtet von außerhalb des Planeten Erde. Das hat nichts mit Science-Fiction und nichts mit herkömmlicher „Fantasy“ zu tun. Paarmann benutzt Fantasiewelten und deren Symboliken als einzelne Partitionen der spannenden Beziehung zwischen Mann und Frau. Sirach, der auf dem Sirius wohnt, verliebt sich in Vanas, die auf der Venus wohnt, sie muss die Erde durch den blauen Atlantisstein retten.
Paarmann benutzt den Kunstgriff von „Inkarnationen“, diese sind jedoch weder esoterisch noch in irgendeiner Weise religiös. Wir erleben sämtliche Arten zwischenmenschlicher, erotischer und auch kriegerischer Beziehungen in mehreren Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte, Abgründe und Höhepunkte sind symbolhaft geschildert: die zwischenmenschlichen Beziehungen sind seit der Existenz des Menschen die gleichen, sei es vor Tausenden von Jahren, sei es in der Zukunft und auf anderen Planeten. Da tötet im Mittelalter eine Frau einen Papst, der sie missbraucht hat. Und dennoch sucht sie ihn in der Zukunft. Welche Frau hat über ihren Mann nicht schon mal gedacht: „Ich könnte ihn umbringen!“
„Atlantis“ steht als Symbol für ein Traumland, für menschliche Wünsche, aber auch für Rettung oder Untergang. „Blau“ steht nicht für die „Blume Blume“ sondern vielleicht eher für unseren wunderschönen blauen Planeten. Der „Blaue Atlantisstein“ steht somit für einen Traum, eine Fantasie, ein zeitloses Nachdenken.
Es lohnt sich, diesen Roman ganz langsam und eventuell auch ein zweiten Mal aufmerksam zu lesen.


Cover vergrößern ...Cover vergrößern ...Rezension zu „Muttermuseum“
Stolzalpe: Wolfgang Hager Verlag 2011.

1. „DIE BRÜCKE“. Nr. 158. Sept.-Dezember 2011 über „Muttermuseum“
[…] Insgesamt eine ziemlich schwierige Novelle, in der eine bunte Vielfalt von Ereignissen zusammentreffen. Wechselhaft, wachsend, staunenswert wie der Schluss in einer Demonstration der SPD, GRÜNEN und PDS gegen die NPD. Alles in allem ist dieses „Muttermuseum“ bemerkenswert.

2. „DER WESTPREUSSE“. Nr. 9/2011 über „Muttermuseum“
"[…] Weil sich die Kinder nach dem Tod der Mutter nicht auf dem Verkauf des Hauses einigen können, erklärt es der älteste Sohn kurzerhand zum Museum, in dem er und Interessierte die Geschichte der Mutter, deren Familie und der eigenen Familie nachspüren und anhand der vollständigen Einrichtung der letzten vierzig Jahre nachforschen können. Das führt zu Rückblenden in die Vergangenheit bis zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts, genealogisch sogar noch weiter.
[…] Das Werk wird ausdrücklich als Roman bezeichnet, als etwas anderes sollte man es auch nicht auffassen. Die voll in der Gegenwart angesiedelte Rahmengeschichte hört sich, eingebettet in ein westpreußisches Familienschicksal des 20. Jahrhunderts, interessant konstruiert an.
[…] Es gibt viele Erzählstränge, in denen sich der Leser schon mal verlieren kann. Natürlich kommt der Roman auch zu einem Ende, das dann nichts mehr mit Westpreßen zu tun hat. Aber es ist ja, wie gesagt ein Roman.


Cover vergrößern ...Cover vergrößern ...Rezension zu „... während mein Herz weit wie die Erde wird“
Stolzalpe: Wolfgang Hager Verlag 2014.

„Am Zeitstrand“. Literarischer Rundbrief 25. 2016
Viele Reisende bringen Photos und Filme mit als Erinnerung an die Zeit in fremde Länder. Bei Reinhild Paarmann sind es Gedichte, ihre lyrische Weltreise beginnt in Berlin, führte über Österreich, England weiter in den Osten, die Nahostgebiete und endet nach Stationen in Japan und den USA in Island. Entsprechend der eigenwilligen Route geraten ihre Eindrücke zu einer persönlichen Skizze. Viele der Gedichte tragen den Namen von Landschaften oder Ortschaften.
Die fernen Gefilde, die unsere Sehnsucht nach anderen, uns fremden wecken, bedeuten für die dort Lebenden Alltag, wie der unsrige. Touristen in Urlaubsstimmung denken selten daran. Für sie geht es um eine Auszeit. Das Reiseziel dient als Kulisse für Vergnügungen wie im Freizeitpark. Sind da Begegnungen möglich?
Die Dichterin reist hörend, sehend, tastend, schmeckend, reichend. Ihre Kenntnis der Geschichte und Geschichten der besuchten Orte vertieft ihre Beobachtungen. Sie erspürt den Alltag in der Ferne, das Bekannte im Fremden und umgekehrt das Exotische im Gewohnten. Merkwürdiger scheint diese Dichterin nirgends fremd zu sein, vielleicht auch nirgends zuhause. Schon das Cover legt das nahe. Nach Ernst Bloch ist Heimat der Ort, wo noch niemand war. Nach Reinhild Paarmann ist Heimat dort, wo es Menschen gibt. Wem sich das Herz weitet, der findet überall einen Platz. Was für ein tröstlicher Gedanke!


Cover vergrößern ...Cover vergrößern ...Rezension zu „Die magischen Schaukelstühle“
Wolfgang Hager Verlag, Stolzalpe 2017.

„Am Zeitstrand“. Literarischer Rundbrief 28. 2017
Reinhild Paarmanns neuer Roman heißt „Die magischen Schaukelstühle“ und dreht sich um den versoffenen Erich und seine Liebschaften. Aber das ist nicht alles. Jede Menge Verstrickungen und Ortswechsel sorgen für Abwechslung und Spannung. Aber auch das ist noch nicht alles. Egal. Die Sexszenen bringen mich ins Grübeln. Stimmt das so? Oder ist die Darstellung von Sex in den Medien doch eher Wunscherfüllung als Realität, was immer man auch darunter versteht? Egal. Auf jeden Fall ist Reinhild Paarmann angesagt. Erschienen im Wolfgang Hager Verlag, A-8852 Stolzalpe 70 mit ISBN Nr und allem drum und dran. Reinhild Paarmann ist Kult.